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Bahnhistorisches Museum Albula / Zukunft mit Vergangenheit
2.1. Zukunft mit Vergangenheit
2.2. Voraussetzungen
2.3. Raumgliederung
2.4. Museumserlebnis
2.5. Ausstellungsgut
Zukunft und Vergangenheit

Im Jahr 1898 beschloss die Eidg. Bundesversammlung den Bau der Albulalinie. Sie ist bis heute die bautechnisch anspruchsvollste Strecke der Rhätischen Bahn. Während der fünfjährigen Bauzeit waren bis zu 5300 Personen am Projekt tätig. Auf ihrer Gesamtstrecke von Thusis nach St. Moritz bewältigt die Rhätische Bahn auf 63 Kilometern eine Höhendifferenz von 1123 Metern, man baute 55 Brücken und 39 Tunnels. Mit der Eröffnung der Albulalinie im Jahr 1903 verkürzte sich die Reisezeit von Chur nach St. Moritz drastisch: Die Postkutsche benötigte 12 bis 14 Stunden, die Dampfzüge noch rund vier Stunden. Für das Albulatal begann eine neue Epoche, welche das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben für immer veränderte.

Wir Einwohner des Albulatals engagieren uns heute für den Erhalt der technischen und kulturellen Werte der Albulalinie und der Rhätischen Bahn. Wir wollen das historische Rollmaterial pflegen, im Bahnmuseum Bergün präsentieren und für attraktive Fahrten durch die Bündner Bergwelt einsetzen. Gleichzeitig möchten wir die über 100-jährige Albula-Bahnstrecke als Zeitzeugnis von internationaler Bedeutung mit Informationen über Geschichte, Technik, Menschen und Natur auf einem Erlebnisweg von Preda über Bergün nach Filisur dokumentieren.

Unser Albulatal braucht wirtschaftliche Impulse. Mit dem Gesamtprojekt Bahnerlebnis Albula werden wir durch Eigeninitiative neue Wertschöpfung für Tourismus, Handel und Gewerbe erzielen - auch im Sinne der neuen Regionalpolitik des Bundes.

Yves Broggi, Präsident
Verein Bahnhistorisches Museum Albula, Bergün.