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Sonderausstellung «Bergbahnen der Schweiz»

bis Dezember 2017 Infos

 

Veranstaltungskalender

bis Dezember 2016 Infos (PDF)

 

Öffnungszeiten

Di bis Fr 10 - 17 Uhr
Sa / So und Feiertage 10 - 18 Uhr
Mo geschlossen

 

Anreise

Mit dem Zug ab Chur in 1:15h. Das Museum befindet sich direkt gegenüber des Bahnhofs Bergün.

Bahnmuseum Albula
Plazi 2A
7482 Bergün / Bravuogn
Telefon +41 (0)81 420 00 06

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Geschichten aus dem Bahnwagen: Generationen im Museum

Zur Anregung der generationsübergreifenden Kommunikation lancierte Migros Kulturprozent das Projekt «Generationen im Museum», an welchem bis heute schweizweit 35 Museen teilnahmen. Das Bahnmuseum Albula in Bergün partizipierte ebenfalls mit einem Anlass am vergangenen Samstag.

 

Für einmal standen die Besucher mit Ihren Betrachtungen und Ihrer Fantasie im Zentrum. Unter dem Motto «Geschichten aus dem Bahnwagen» erfanden Museumsmacher & Guides sowie Ihre 15 Jahre jüngeren/älteren Begleitpersonen Geschichten zu den Sammlungsgegenständen, welche dann der Gruppe vorgetragen wurden. Inwieweit die Geschichten mit der Realität zum Leben im Bergdorf Bergün zu tun haben liessen die Erzähler offen..

 

Zum Speisewagenfragment im Schaudepot und zu den Volksreisetag-Plakaten in der Dauerausstellung erfanden Helene (52) und Anna (37) eine Geschichte:

 

Vor vielen vielen Jahren gab es eine Köchin in einem Speisewagen, die es leid war nur immer Ochsenfleischbüchsen zu öffnen. Eines Tages bei der Durchfahrt in Filisur zog sie die Notbremse, kletterte aus dem hinteren Zugfenster in den Wald und entdeckte ein Feld von Steinpilzen und Eierschwämmchen. Sie sammelte die Pilze ein und kehrte zurück zum Zug. Schon von weitem sah sie, dass viele Leute aufgeregt um den Speisewagen herumstanden. Wegen Steinschlag war ein grosser Felsbrocken in die Küche des Speisewagens gefallen! Alle waren froh, die Köchin aus dem Walde zurückkehren zu sehen. Da ihre Küche nun defekt war, wurden die Pilze auf dem Feuer in der Lokootive gekocht und den Gästen der 3. Klasse als Pilzrisotto serviert.


Die erste Streckenwärterin von Roger (30) und Iris (48)

Die reiche Bergüner Familie Fallet reiste mit Sohn Andrea nach Mailand. In Bergamo brach das Rad der Kutsche. Dabei traf er die Wäscherin Lupeta Tini: es war Liebe auf den ersten Blick. Doch die Weiterreise drängte und Lupeta blieb alleine zurück. Wochen später reiste Lupeta mit dem Säumerzug nach Bergün, wo sie Andrea bei den Mineuren wieder fand. Ihre Liebe blieb geheim, sie versteckte sich im Wald. Eines Tages ereignete sich ein Unfall im Berg. Die Mineure rannten heraus und sahen Lupeta, die  in die Nähe geeilt war. Da alle Mineure überlebten, dachten sie, dass sie die heilige Barbara gesehen hätten, welche ihnen allen das Leben gerettet hatte. Lupera wurde eine geschätzte Frau, die sich zeigen durfte.

 

Die Fichte von Matthias (24) und Werner (60)

Giuseppe und Rico, Vater und Sohn aus dem Puschlav, arbeiteten am Bahnbau in Bergün. Wegen Armut mussten sie ihre Heimat verlassen. Sie wurden ausgenutzt und bei jeder Witterung schufteten sie im Freien. In einer stürmischen Nacht bei Vollmond fiel eine Fichte auf den Vater und er verblieb für immer im Albulatal. Rico musste alleine heimkehren. Einige Jahre später kehrte er als erwachsener Mann zurück, um sich zu rächen. Noch heute fällt und zerhackt Rico bei Vollmond die Fichten im Albulatal und verkauft das Holz für viel Geld in alle Welt.


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