Über das Museum

 

In Bergün, unmittelbar an der Albulalinie der Rhätischen Bahn, steht seit kurzem das Bahnmuseum Albula, ein Ort für Familien und Bahnliebhaber. Das Schnauben und Grollen der Lokomotiven, das silberne Band der Schienen in der Berglandschaft, die spektakulären Tunnel und Viadukte, all dies macht die ungebrochene Faszination der Rhätischen Bahn aus. Seit über einem Jahrhundert lässt eine Fahrt mit der Rhätischen Bahn Kinder und Erwachsene staunen – naheliegend also, dass die Strecke zwischen Thusis und Tirano ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

 

Der Höhepukt dieser Bahnreise aber befindet sich im Bahnmuseum Albula in Bergün. hier erfahren Besucher anhand multimedial gestalteter Räume und originaler Exponate sowohl historische und aktuelle Aspekte der spektakulärsten aller Schweizer Bahnstrecken als auch Informationen zur Baugeschichte und zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen durch den Bahnbau.

 

 

Wie alles anfing

 

Die Albulalinie, 1903 eröffnet und heute auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, stellte für damalige Verhältnisse ein gigantisches Projekt dar, vergleichbar mit der NEAT. Doch während die NEAT die Reisezeit zwischen Zürich und Mailand „nur“ um eine Stunde verkürzen wird, reist man heute dank der Albulabahn von Chur nach St. Moritz in nur noch zwei statt der einstmals 14 Stunden in einer unbequemen Postkutsche.

 

Im Jahr 1898 beschloss die Eidgenössische Bundesversammlung die Realisierung der Albulalinie, der bautechnisch anspruchsvollsten Strecke der Rhätischen Bahn. Es galt, auf den 62 Kilometern zwischen Thusis und St. Moritz eine Höhendifferenz von über einem Kilometer zu überwinden, was den Bau von 137 Brücken und 42 Tunnel erforderte; ein Heer von über 5000 Arbeitern war damit fünf Jahre lang beschäftigt. Für das Albulatal begann eine neue Epoche, die das  wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben für immer veränderte.

 

Wir Einwohnerinnen und Einwohner des Albulatals  sind stolz darauf, dass die Weitsicht der Bahnpioniere und unser heutiges Engagement für die RhB zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geführt hat. Mit Begeisterung führen wir die wegweisenden Ideen unserer Vorfahren weiter und setzen uns mit aller Kraft für ein lebendiges Bahnmuseum Albula ein. Grosszügige Spendengelder aus der ganzen Schweiz ermöglichten den Umbau des einstigen Bergüner Zeughauses in ein attraktives Bahnmuseum; nach dieser Anfangsdynamik haben wir jetzt eine Konsolidierungsphase durchlaufen und tragfähige Strukturen für die Finanzierung sowie den zukünftigen Museumsbetrieb geschaffen. Die Umbauarbeiten, im Sommer 2011 begonnen, stehen kurz vor dem Abschluss, auch ist die Konzeption der inhaltlichen und räumlichen Ausgestaltung so weit gediehen, dass wir nun deren Umsetzung in Angriff nehmen können.

 

Der Aufwand für die Realisation des ersten Projektschritts beträgt 5 Mio. Franken. Zur Finanzierung haben uns der Kanton Graubünden und die Rhätische Bahn einmalige Beiträge und Darlehen von 3,3 Mio. Franken zugesichert. Nun gilt es, das finanzielle Fundament auszubauen, damit wir unser Ziel –  Beginn der musealen Ausgestaltung anfangs 2012, Eröffnung im Juni 2012 – verwirklichen können. Kurzfristig streben wir knapp 2 Mio. Franken Spendengelder an, langfristig benötigen wir ca. 4,5 Mio., um die Rückzahlung der Darlehen sicher zu stellen; einen Teil dieser Gelder werden wir mit dem soeben angelaufenen Aktienverkauf aufbringen. Wir sind überzeugt, dass dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen ist, denn der Kanton Graubünden und die Rhätische Bahn geniessen national und international grosse Sympathien. Das Bahnmuseum wird unsere Region weltweit noch bekannter machen und ein nachhaltiges Zeichen für das wirtschaftliche Gedeihen des Albulatals setzen.

 

Yves Broggi,  Präsident des Stiftungsrats Stiftung Bahnmuseum Albula

Verruckti Khöga.

Die Menschen, das Tal und die spektakulärste Bahnstrecke der Schweiz. Und dazu: Krokodil-Lok-

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